Infos für Eltern

Willkommen!

Herzlich willkommen bei uns in der Jugendhilfe Korntal. Wir möchten, dass sich Ihr Kind bei uns wohlfühlt. Hier möchten wir Ihnen deshalb einige Fragen zu unserer Jugendhilfe in Korntal beantworten. Bei weiteren Fragen können Sie sich gerne an uns wenden.

Mutter eines 10jährigen Jungen: "Die Mitarbeiter leisten tolle Arbeit, die sicherlich nicht immer einfach ist. Ich finde es zum Beispiel schön, was für tolle Ausflüge mit den Kindern gemacht werden."

Mutter eines 13jährigen Mädchens: "Mein Kind in eure Hände gegeben zu haben, war das Beste, was ihr passieren konnte. Ich sehe, wie es ihr immer besser geht und ihr Selbstvertrauen wächst. Sie fühlt sich in der Gruppe anerkannt."

Ihre Ansprechperson

Jugendhilfe Korntal
Joachim Friz

Zuffenhauser Str. 24
70825 Korntal-Münchingen
Tel: 0711 / 830 82 -0

Hier beantworten wir Ihnen die wichtigsten Fragen zu unserer Jugendhilfe

Was ist das Besondere an den einzelnen Angeboten?

IWG (Innenwohngruppen)

Wir sind für Kinder und Jugendliche da, die aufgrund ihrer besonderen Lebenserschwernisse in ihrer Entwicklung gefährdet sind und kurz- oder langfristig besondere pädagogische Betreuung außerhalb der Familie benötigen.
Mehrere IWGs sind gemeinsam auf einem Gelände.
Die AWGs sind in Wohnhäusern im Stadtgebiet von Korntal.

AWG (Außenwohngruppen)

Wir sind für Kinder und Jugendliche da, die aufgrund ihrer besonderen Lebenserschwernisse in ihrer Entwicklung gefährdet sind und kurz- oder langfristig besondere pädagogische Betreuung außerhalb der Familie benötigen.
Unsere IWG ist in einem Einfamilienhaus in Korntal und hat einen Garten.

MUKI (Mutter-Kind-Wohngruppe)

In der MUKI bekommen Mütter mit ihrem Kind aufgrund ihrer persönlichen Lebenssituation Unterstützung in ihrer Verselbständigung, Erziehung und Versorgung.

BJW (Betreutes Jugendwohnen)

Das Betreute Jugendwohnen ist ein Angebot für Menschen ab 16 Jahren, die in einer eigenen Wohnung leben. Über 18-Jährige können selbst einen Antrag auf Hilfe für junge Volljährige nach § 41 SGB VIII stellen. Die Ziele und der Betreuungsumfang der Hilfe werden gemeinsam von den jungen Menschen, ggf. den Sorgeberechtigten, dem Jugendamt und der pädagogischen Fachkraft nach Bedarf festgelegt. Die Kontaktzeiten vereinbaren die jungen Menschen und die Fachkraft miteinander.

SIH (Sozialpädagogische Integrationshilfe)

Die SIH-Gruppen bieten an allen Schultagen drei verschiedene Module an, die bedarfsorientiert und individuell zusammengestellt werden können:

  1. Das Modul: „Betreutes Mittagessen“
  2. Das Modul „schulische Förderung“: Hausaufgabenbetreuung, Anleitung zu selbstständigem Lernen etc.
  3. Das Modul „Soziales Lernen“: Kompetenztraining, Projekte, AGs, Einzelbetreuung, intensive Elternarbeit, therapieähnliche Angebote etc.

Im Aufnahmegespräch wird eine Art „Stundenplan“ erstellt, an welchen Modulen ein Kind an den einzelnen Wochentagen teilnimmt.

SGA (Soziale Gruppenarbeit)

Die Kinder besuchen die Soziale Gruppenarbeit an 2-3 festen Nachmittagen jede Woche. Die Soziale Gruppenarbeit ist an 220 Tagen im Jahr geöffnet (ca. 185 Schultage und ca. 35 Ferientage und Wochenenden). An Schultagen werden die jungen Menschen von 12.00 bis 17.00 Uhr betreut. In den Ferien findet ein abwechslungsreiches Tagesprogramm oder eine Gruppenfreizeit statt.

TG (Tagesgruppen)

Die Kinder besuchen die Tagesgruppe jeden Tag nach Schulschluss bis 17:00 Uhr. (Freitags bis 16:30 Uhr). Die Tagesgruppe ist an 220 Tagen im Jahr geöffnet (ca. 185 Schultage und ca. 35 Ferientage). In den Ferien findet ein abwechslungsreiches Tagesprogramm oder eine Gruppenfreizeit statt.

EB (Erziehungsbeistandschaft)

Die Unterstützung in Erziehungsfragen findet in der Regel direkt bei dem Kinder oder Jugendlichen zu Hause statt. Einzelne Gespräche und Aktionen können auch in der Einrichtung oder im Gemeinwesen stattfinden. Die Ziele und der Betreuungsumfang der Hilfe werden gemeinsam von der Familie, dem Jugendamt und der pädagogischen Fachkraft individuell nach Bedarf festgelegt. Die Kontaktzeiten vereinbaren der junge Mensch (bzw. die Sorgeberechtigten) und die Fachkraft miteinander.

SPFH (Sozialpädagogische Familienhilfe)

Die Unterstützung der Familie in Erziehungsfragen und bei der Organisation des Alltags findet in der Regel direkt in der Familie, in den Räumen der Einrichtung oder im Gemeinwesen des jungen Menschen statt. Die Ziele und der Betreuungsumfang der Hilfe werden gemeinsam von den Sorgeberechtigten, dem jungen Menschen, dem Jugendamt und der pädagogischen Fachkraft individuell nach Bedarf festgelegt. Die Kontaktzeiten vereinbaren die Familie und die Fachkraft miteinander.

IZL (Individuelle Zusatzleistungen)

Die individuellen Zusatzleistungen, wie z.B. das Reiten, können nur in Verbindung mit einer anderen Hilfe in Anspruch genommen werden.

An wen richtet sich das Angebot und wie viele Stunden ist der Betreuungsumfang?

IWG (Innenwohngruppen)

Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis ca. 18 Jahren.
In den IWGs leben 8 Kinder und Jugendliche zusammen und werden 24h am Tag betreut. In jeder IWG arbeiten  ca. fünf Fachkräfte und werden von Praktikanten unterstützt. .
Einige IWGs sind gemischtgeschlechtlich, auf anderen wohnen nur Jungen.
Es findet neben der Betreuung der Kinder auch Elternarbeit statt. Der Inhalt wird individuell vereinbart.

AWG (Außenwohngruppen)

In der AWG leben 8 männliche Kinder und Jugendliche zusammen. Diese haben dort einen eigenen Garten und eine Hauswirtschaftskraft vor Ort. Dadurch kann individueller auf die Anforderungen einzelner eingegangen werden. Zusätzlich gibt es auch die Möglichkeiten der Verselbständigung im Rahmen von angegliederten Appartements.
Es findet neben der Betreuung der Kinder auch Elternarbeit statt. Der Inhalt wird individuell vereinbart.

MUKI (Mutter-Kind-Wohngruppe)

In der Mutter – Kind – Wohngruppe werden Mütter ab dem 15. Lebensjahr mit ihren Kindern bis zum 6. Lebensjahr rund um die Uhr betreut. Es arbeiten fünf pädagogische Fachkräfte eine Praktikantin und eine Hauswirtschaftskraft in Teilzeit in der Wohngruppe. Die Mütter wohnen in zweier WGs zusammen und teilen sich Bad, Küche und Wohnbereich. Die Krippe und ein Kindergarten befinden sich im gleichen Gebäude.

BJW (Betreutes Jugendwohnen)

Das BJW Angebot richtet sich an junge Menschen im Alter von 16 bis 21 Jahren und dient zur Verselbständigung des Jugendlichen.
Der Betreuungsschlüssel wird je nach Bedarf mit allen Beteiligen festgelegt. Ein Betreuungsumfang zwischen ca. 12 und 33 Stunden pro Monat ist möglich.

SIH (Sozialpädagogische Integrationshilfe)

In einer SIH werden 10-15 junge Menschen im Alter von 6 bis 16 Jahren betreut. Wir bieten Betreuung an allen Schultagen in der Kernbetreuungszeit von 12 bis 17 Uhr. Die genaue Anzahl der Module und an den einzelnen Wochentagen wird im Aufnahmegespräch vereinbart.
In jeder SIH-Gruppe arbeiten zwei Fachkräfte, in einigen Gruppen sind auch Praktikanten.

In einem gemeinsamen Gespräch mit den Sorgeberechtigten, dem jungen Menschen, dem Jugendamt sowie der Jugendhilfe Korntal wird über Ziele der Hilfe sowie Anzahl der Module entschieden. Wir arbeiten mit pädagogischen Fachkräften und Praktikanten, die sich regelmäßig über alle pädagogischen und organisatorischen Belange im Team austauschen.

SGA (Soziale Gruppenarbeit)

Die SGA ist ein Angebot für 15-18 junge Menschen im Alter von 6 bis 13 Jahren. Sie werden von 2 Fachkräften und einer Praktikantin /einem Praktikant betreut.

Wenn mein Kind in einer Wohngruppe ist: Wie sieht der Kontakt aus - wie sind die Besuchsregelungen, können wir telefonieren...?

IWG und AWG (Innen- und Außenwohngruppen)

Der Kontakt zur Familie ist uns wichtig. Die Ausgestaltung der Kontakte ist ganz unterschiedlich und wird im Aufnahmegespräch mit dem Jugendamt abgeklärt.
Wenn nichts dagegen spricht, wird ein regelmäßiger Besuchskontakt unterstützt. Damit Ihr Kind hier ankommen kann, finden Heimfahren bis zu zweimal monatlich an den Wochenenden statt. Es gibt aber auch Gründe, warum ein Kind eine Weile lang nicht nach Hause gehen kann. Hier können dann beispielsweise Regelungen getroffen werden, dass Sie und ihr Kind sich auf der Gruppe sehen.
Telefonischer Kontakt ist möglich, hier sind nur die gruppeninternen Zeiten zu beachten.

MUKI (Mutter-Kind-Gruppe)

Die Beziehung der Säuglinge / Kinder zu den Vätern ist sehr wichtig, daher können mit der Wohngruppe Besuchszeiten vereinbart werden, so dass die bestehenden Beziehungen weitergeführt oder ausgebaut werden können.

Wie sieht die schulische bzw. berufliche Förderung aus?

IWG und AWG (Innen- und Außenwohngruppen)

Schulische Förderung in Form einer Hausaufgabenzeit findet täglich statt. Des Weiteren unterstützen die Mitarbeitenden die Jugendlichen in der Phase der Berufsorientierung: Suche nach Praktika, Schreiben von Bewerbungen, … all dies hat seinen Platz.

MUKI (Mutter-Kind-Wohngruppe)

Im ersten Lebensjahr steht die Mutter–Kind-Beziehung im Vordergrund. Anschließend ist es Ziel der Wohngruppe, die Mutter dabei zu unterstützen, eine Ausbildung zu finden und dieser nachzugehen.

BJW (Betreutes Jugendwohnen)

Die schulische bzw. berufliche Förderung richtet sich nach dem individuellen Bedarf des jungen Menschen und kann alle Schularten betreffen.
Die Unterstützung bei der Praktika- und Ausbildungssuche und Begleitung in der Ausbildung sind ebenfalls Bestandteil.

SIH, TG und SGA (Sozialpädagogische Integrationshilfe, Tagesgruppen und Soziale Gruppenarbeit)

Die Hausaufgabenbetreuung und das Lernen sind ein fester Bestandteil des Tagesablaufs. Die Bezugserzieher sind im Austausch mit den Lehrern und unterstützen die Kinder und Jugendlichen beim Lernen.

EB (Erziehungsbeistandschaft)

Wenn als Ziel die schulische oder berufliche Förderung vereinbart wird, bietet die Erziehungsbeistandschaft dem Kind oder Jugendlichen die nötige Unterstützung an (z.B. Aufbau eines Lernplans, Vermittlung und Begleitung zu weiteren Beratungsstellen).

SPFH (Sozialpädagogische Familienhilfe)

Wenn als Ziel die schulische oder berufliche Förderung vereinbart wird, bietet die Sozialpädagogische Fachkraft der Familie dem Kind die nötige Unterstützung an (z.B. Vermittlung und Begleitung zu weiteren Beratungsstellen, Aufbau eines Lernplans).

IZL (Individuelle Zusatzleistungen)

Es gibt keine Altersbegrenzung. (Wird ein zusätzlicher Bedarf im Hilfeplangespräch festgestellt, kann eine individuelle Zusatzleistung beantragt werden)

Wie sieht es mit den Kosten für die Hilfe aus?

Antwort...

Für ambulante Hilfen übernimmt das Jugendamt die Kosten (SIH, SGA, EB, SPFH).

Bei Wohngruppen, MuKi, BJW und Tagesgruppen prüft das Jugendamt die Höhe der Kostenbeteiligung. In der Regel fließen das Kindergeld und die sogenannte häusliche Ersparnis hier mit ein.

Gibt es Essen für Muslime/Diabetiker/Allergiker? Wo wird es zubereitet?

Antwort...

Das Mittagessen für unsere Gruppenangebote wird in zwei Großküchen zubereitet: Für die Gruppen auf dem Gelände der Zuffenhauser Straße („Hoffmannhaus“) und für die Gruppen auf dem Gelände der Münchinger Straße („Flattichhaus“). Es wird auch Essen für Muslime, Diabetiker oder Allergiker angeboten. Das Frühstück und das Abendessen werden in den Wohngruppen zubereitet. An den Wochenenden und in den Ferien versorgen sich die Wohngruppen selbst und kochen mit den Kindern und Jugendlichen gemeinsam.

In einer Wohngruppe arbeitet eine Hauswirtschaftskraft. In dieser Gruppe können die Essensplanungen im direkten Austausch gemacht werden.

In der Mutter – Kind – Wohngruppe kochen die Mütter selbst. Sie bekommen Unterstützung in der Planung und Durchführung in Form eines Haushaltsführerscheins.

Wie lange dauert die Hilfe?

Antwort...

In den Hilfeplangesprächen wird mit allen Beteiligten in regelmäßigen Abständen (ca. alle 3-6 Monate) gemeinsam besprochen, ob die Hilfe weiterhin passend, hilfreich und notwendig ist und wie lange die Hilfe noch bestehen soll.